Fleisch, der Gesundheits-Killer – oder doch nicht?

„…Rotes Fleisch schlecht für Gehirn – Bild.de…“ (2012)
„…Rotes Fleisch erhöht das Darmkrebsrisiko – Bild.de…“ (2005)
„…Laut WHO mitverantwortlich für Darmkrebs – Bild.de…“ (2015)

Nun ist also amtlich, was die Bildzeitung uns seit langem predigt – amtlich und von der WHO bestätigt: wir werden alle sterben (nur nicht jetzt)!

Aber von vorne:
„Krebs“ entsteht im medizinischen Sinne durch eine Veränderung sogenannter Wächtergene. Diese sind dafür verantwortlich, Zellteilungen zu überwachen und gegebenenfalls den Zellzyklus anzuhalten um eine Reparatur auszuführen. Wenn diese Reparatur nicht erfolgreich ist, wird ein programmierter Zelltod veranlasst. Wenn die Wächtergene nicht mehr korrekt arbeiten, kann es zu weiteren Defekten kommen, die sich fortlaufend potenzieren.
Für die Veränderung dieser Wächtergene kommen als Ursache harte Strahlung, Umweltgifte, Viren, psychische Belastungen wie Stress, aber auch ungesunde Lebensumstände in Frage. Einzelne Nahrungsmittel einer ansonsten ausgewogenen Ernährung stellen nach heutigen Erkenntnissen den geringsten Einfluss auf das Krebsrisiko dar.
Nun stellt die die IARC – eine Einrichtung der WHO also fest – dass „verarbeitetes Fleisch“ karzinogen, also Krebs fördernd, ist und rotes Fleisch zumindest wahrscheinlich karzinogen sei.
Okay, dann bezweifeln wir mal nicht deren Kompetenz und schauen uns ausschließlich Zahlen und Ergebnisse aus der betreffenden Studie an: Laut der Studie sind verarbeitete Fleischwaren für jährlich 34.000 Krebstodesfälle verantwortlich und rotes Fleisch (wahrscheinlich) für jährlich 50.000 Krebstodesfälle.
Auf der Erde leben zur Zeit sieben Milliarden Menschen (als Zahl: 7.280.000.000). Wenn von denen nun pro Jahr 34.000 Menschen durch verarbeitete Fleischwaren sterben, sind das 0,00047 % der Menschheit, bei rotem Fleisch sind das 0,00068 % der Menschheit. Damit liegt das Risiko für den Einzelnen Menschen innerhalb von durchschnittlich 85 Lebensjahren bei 0,039 %. Zum Vergleich: durch aktiv/passiv Rauchen sterben jedes Jahr EINE MILLION Menschen, durch Alkoholkonsum immerhin noch 600.000 Menschen.
Was bedeutet das für uns nun?
Dass „verarbeitetes Fleisch“ (aka: Wurstwaren) aus vielerlei Hinsicht – und nicht nur des Krebsrisikos wegen – ungesund sind, sollte jedem klar sein und davon sollten wir auch tunlichst die Finger lassen… das liegt übrigens gar nicht am Fleisch selbst, sondern an den Zusatzstoffen, die in Wurstwaren enthalten sind.
Ganz anders sieht es bei rotem Fleisch aus: erstens reden wir hier immer noch von einer *Vermutung* der IARC, zweitens reden wir von einem VERMUTETEN(!) Krebsrisko von 0,00068 % (!) – diesen verschwindend geringen Risiken steht der ernährungsphysiologische Nutzen gegenüber, der durch die IARC nicht berücksichtigt wurde und durch Vermeidung von Mangelerscheinungen das Krebsrisiko im Gegenteil sogar senken kann. Fleisch hat eine in der Natur einzigartige Nährstoffdichte, einige Vitamine wie das lebenswichtige B12 können nach heutigen Erkenntnissen nur durch Fleisch gedeckt werden.
Zum Schluss möchte ich noch einmal an die von der WHO beschworene „Schweinegrippe-Pandemie“ 2009 erinnern, die den Pharma-Konzernen weltweit etliche Milliarden Euro in die „Tamiflu“-Kassen spülte…. an der letztlich weltweit statt den beschworenen „Millionen Toten“ gerade mal 18.000 Menschen gestorben sind… wobei bei diesen Zahlen nach wie vor nicht geklärt ist, ob tatsächlich alle Verstorbenen mit dem H1N1 Virus infiziert waren.
Wer sich übrigens die Mühe macht und deren PDF Lancet Oncology (2015; doi: 10.1016/S1470-2045(15)00444-1) mit der Zusammenfassung der Ergebnisse besorgt und die Liste der Group Members durchgeht, findest eine erstaunliche Anzahl bekehrender… ähm: bekennender… Vegetarier unter ihnen.

 

Guten Appetit
Euer Thomas

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