Aufgeben, oder einen eigenen Blog ins Leben rufen?

Der Grundstein zu der Idee dieses Blogs war am 25. Mai 2016 mit diesem Facebook Post gelegt:

Aufgeben ist *doch* eine Option…

Guten Morgen liebe Facebook-Gemeinde. Über Jahre habe ich immer wieder versucht, Finger in Wunden zu legen, wach zu rütteln, zu sensibilisieren für Probleme, die uns alle angehen.
Dabei war ich nie im eigentlichen Sinne politisch, parteiisch, oder in irgendeiner Form radikal. Mein Maß war immer und zu jedem Zeitpunkt der „gesunde Menschenverstand“.
Ich hatte viele Themen. Umweltschutz, Gesundheit, soziale Gerechtigkeit, Geld, Wirtschaft… es war eigentlich für jeden etwas dabei – oder: hätte dabei sein sollen.
Gestern habe ich über eines der wichtigsten Themen geschrieben, die Europa angehen, gefährden, ja unbewohnbar machen können. Wichtiger als Pegida, wichtiger als jede Flüchtlingspolitik – und selbst der brandschanzende Idiot mit seiner Baseballkeule verliert dagegen an Bedeutung. Es ging darum, dass etwas unvorstellbares passiert ist und eine Behörde vor realen Gefahren warnt, die in JEDEM Atomkraftwerk lauern. Eine Gefahr, der sich nicht einmal die extremsten Umweltschützer bewusst waren.
Die Reaktion war… niederschmetternd: ein paar Likes von denen, die meine Beiträge immer liken, ein paar wenige Kommentare, einmal wurde mein Beitrag sogar geteilt.
Soweit, so gut. Das ist kein Problem für mich – ich bin nun mal kein B-Prommi… und wenn die Geißens etwas sagen, hat es natürlich mehr Fundament (schließlich sind sie ja prominent, also müssen sie Ahnung haben).
Doch dann bin ich mal durch Facebook gesurft und habe geschaut, was alles so geliked wird… kommentiert wird, geteilt wird… und habe festgestellt, dass es nicht an technischen Problemen liegen kann, oder daran, dass die Leser nicht wissen, wie man Facebook bedient… und auch nicht, dass es zu viel Umstand macht, auf einen Beitrag tatsächlich zu reagieren…
Ich habe dazu zwei Thesen… und beide gefallen mir nicht:
Die erste These ist, dass die Leute hier auf Facebook sind, um sich berieseln zu lassen… leichte Kost und so… bisschen geplätscher, ein paar kluge Sprüche teilen… möglichst nicht mehr als 30-40 Zeichen lesen müssen. Lesen ist anstrengend, bunte Bilder gucken funktioniert wie von selbst.
Die zweite These ist noch viel schlimmer: es interessiert die Leute schlicht und ergreifend nicht. Die Politik hält sie dumm, lässt sie sich mit sich selbst und ihren eigenen Problemen beschäftigen. Pferde mit Scheuklappen laufen halt besser… und Ihr – hier auf Facebook – lauft bereitwillig gerade aus. Den bequemen Weg. Vater Staat wird schon für mich denken…
Ich möchte ehrlich mit Euch sein, auch wenn Ihr mich jetzt dafür hassen werdet, aus Eurer Freundesliste schmeißt, mich blockiert: Ihr kotzt mich an. Eure Gründe sind mir egal. Jeder hat immer seine Gründe. Es sind die eigenen Probleme, das Schicksal, oder eine Buchstaben-Allergie.
Doch nun werde ich weiter ziehen… vielleicht suche ich mir ein Blog-System und schreibe da, oder ich schreibe es mit Eurer Scheiße an die Wände der Kanalisation – vielleicht schreibe ich es auch in den Sand des Wattenmeeres… alle diese Optionen sind wertvoller, als meine Zeit zwischen diesen blau-weißen Zuckerbergen zu verschwenden…
Gehabt Euch wohl.

Hier der Link zu dem Original-Post

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